Lebensräume im Naturgarten

Hecken

  • Hecken werden durch viele Tierarten genutzt als:
    Beobachtungspunkt, Unterschlupf, Brutplatz, Treffpunkt, Nahrungsreservoir oder Orientierungshilfe
  • Je vielfältiger die Strukturen der Hecke, desto vielfältiger ist die Fauna!
  • In Hecken können Tiere wandern. Sie sind deshalb Vernetzungselemente zwischen verschiedenen Lebensräumen.
  • Je nach Standort und Exposition sollten verschiedene, der jeweiligen Situation angepasste, einheimische Gehölze angepflanzt werden.
  • Pflegen Sie Hecken immer abschnittsweise, so dass die Tiere die noch bestehenden, nicht gepflegten Abschnitte nutzen können.
Blumenwiese

  • Nährstoffarme Wiesen weisen oft eine grössere Pflanzenvielfalt auf.
  • Je Pflanzenreicher eine Wiese ist, desto mehr Tierarten beherbergt sie.
  • Auch eine Blumenwiese verändert sich – verschiedene Pflanzen lösen sich ab.
  • Bei der Ansaat einer Blumenwiese sollte man einheimisches Saatgut verwenden, das dem Standort angepasst ist.
  • Die Blumenwiese sollte spät gemäht werden (August / September). Lässt man eine Teilfläche ungemäht, so können verschiedene Tierarten darin überwintern.
Ruderalflächen

  • Ruderalflächen sind Standorte, wo der Rohboden durch Störungen (Rutsche, Flussmäander etc.) freigelegt werden.
  • Diese Flächen werden durch verschiedene Pionierarten allmählich besiedelt.
  • Im Biotop bilden Kiesflächen eine Ruderalfläche ähnlich wie die durch die Reppisch oder durch die Bäche gebildeten Kiesbänke.
  • Kiesflächen sind nährstoffarm und weisen eine vielfältige Pionierfauna und –flora auf, wie sie auch auf Felsfluren vorkommt.
  • Ruderalflächen sind als Trockenstandorte ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche gefährdete Arten.
Teichlandschaft

  • Durch das mäandrieren der Flüsse und Bäche in der Talebene entstanden früher natürliche Altläufe und Kleingewässer/Teiche - auch im Reppischtal. Durch die Begradigung der Flüsse und Bäche verschwanden diese Biotope.
  • Im Naturgarten wurde deshalb eine Teichlandschaft gestaltet. Der Teich ist mit Folie abgedichtet. Er weißt unterschiedliche Wassertiefen. Dadurch können verschiedene Lebensräume gestaltet werden.
  • Die Besiedelung der Amphibien erfolgt durch Einwanderung aus den umgebenden Teichen.
  • Die Wasserpflanzen wurden angepflanzt.
  • Kleingewässer wie Teiche bieten einer Vielfalt von Tieren Lebensräume. Amphibien, Reptilien, Libellen und andere Insekten, Vögel und auch Säugetiere besiedeln sie oder suchen sie auf.
Obstbaum

  • Alte Obstbäume sind oft Brutplatz, Nahrungsreservoir, Aussichts-/Ansitzwarte und Treffpunkt verschiedener Vogel- und Insektenarten.
  • Verschiedene gefährdete Tierarten wie zum Beispiel verschiedene Spechtarten sind auf die Obstgärten angewiesen.
  • Die Obstgärten sind zur Zeit bedroht durch eine Pflanzenkrankheit, den Feuerbrand. Der Feuerbrand ist eine Bakterienkrankheit, die das Kernobst befallen kann. Trotz dieser Krankheit sollte man das Risiko eingehen, auch im eigenen Garten einen Hochstammobstbaum zu pflanzen. Erkundigen Sie sich vorgängig über die aktuelle Situation in Ihrer Gemeinde.
Steine/ Steinhaufen/ Trockenmauern

  • Steinhaufen und Trockenmauern werden besiedelt von Eidechsen, Mäusen, Insekten und anderen Tieren.
  • Sie dienen als Unterschlupf, Nahrungsbiotop, Besonnungsplatz und Orientierungspunkt.
  • Speziell aufgebaut werden Stein- und Plattenhaufen zu Reptilienburgen.
Asthaufen/ Holz/ Totholz/ Prügelhag

  • Asthaufen, Holz und Totholz werden von vielen Lebewesen besiedelt.
  • Sie dienen als Besonnungsplatz, als Unterschlupf, als Substrat, als Nistplatz und zu Vielem mehr.
  • Je nach Art des Holzes wird das Holz unterschiedlich schnell abgebaut. Während dem Abbau treten immer wieder unterschiedliche, sich nachfolgende Tierarten oder Pilze auf.
  • Zu guter Letzt wird der Asthaufen oder das Holz nach dem Abbau zu Humus und wird zum Saatbeet verschiedener Pflanzen.
  • Im Biotop finden Sie Asthaufen, Baumstämme, tote Äste an den Bäumen und als Besonderheit einen Prügelhag.
  • Der Prügelhag wirkt wie eine Kombination aus Hecke und Asthaufen. Er wird sich allmählich zersetzen. Er wird laufend erneuert indem wir das bei der Pflege der Hecken und Bäume anfallende Schnittgut obenauf legen.

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Melden Sie sich bei: Josef Senn, Tel. 044 737 00 60
Mail: Sepp.Senn @ nvvbirmensdorf.ch